Ghost‑Engine & Abolographie
Eine neue Klasse von Informationssystemen, die Datensicherheit nicht durch Verschlüsselung, sondern durch strukturelle Auflösung erreicht.
Struktur dieses Whitepapers
- 1. Einleitung – Warum ein neuer Ansatz?
- 2. Problemstellung – Grenzen klassischer Kryptographie
- 3. Klassische Ansätze: AES‑256 & Shamir
- 4. Abolographie – Definition & Grundprinzip
- 4.1 Kontextualisierung – Die verlorene Architektur
- 5. Ghost‑Engine – Architektur & Ablauf
- 6. Vergleich: AES, Shamir, Ghost
- 7. Anwendungsfälle & Forschung
- 8. FAQ
- 9. Fazit & nächste Schritte
- Anhang: PDF‑Download
Warum ein neuer Ansatz für Datensicherheit?
Moderne IT‑Sicherheit stützt sich fast vollständig auf Kryptographie: AES‑256, RSA, elliptische Kurven, Zero‑Knowledge‑Verfahren, Secret‑Sharing und verwandte Methoden. All diese Ansätze schützen Daten durch mathematische Komplexität, Schlüsselräume und Verschlüsselungsalgorithmen.
Diese Verfahren sind etabliert, gut untersucht und unverzichtbar – sie haben jedoch einen gemeinsamen Nenner: Sie schützen stets Daten, die als solche real existieren.
Die Ghost‑Engine verfolgt einen anderen Ansatz. Statt Daten zu verschlüsseln, verhindert Ghost, dass außerhalb der Engine überhaupt ein vollständiger Datenzustand existiert. Dieser Ansatz wird in diesem Whitepaper als Abolographie bezeichnet – eine eigenständige Klasse von Informationssystemen.
Wo klassische Kryptographie an strukturelle Grenzen stößt
Kryptographie löst viele Probleme, aber nicht das Grundproblem der Existenz von Daten im Ruhezustand.
In klassischen Systemen liegt eine Datei – ob verschlüsselt oder nicht – als kohärenter Datenstrom vor: auf einem Datenträger, in einem Backup, in einem Speicherabbild oder als forensisches Artefakt.
Selbst wenn AES‑256 eingesetzt wird, bleibt die Struktur „Datei existiert → wird verschlüsselt → wird gespeichert“ erhalten.
- Es existiert ein klares Zielobjekt (Datei oder Ciphertext).
- Es existiert ein Schlüsselraum.
- Es existieren forensische Spuren.
„Was wäre, wenn vertrauliche Daten außerhalb der Ausführung gar nicht existieren müssten?“
AES‑256 und Shamir’s Secret Sharing im Überblick
Um die Abolographie und die Ghost‑Engine korrekt einzuordnen, ist eine klare Abgrenzung zu zwei häufig genannten Verfahren wichtig: AES‑256 und Shamir’s Secret Sharing.
3.1 AES‑256 – Symmetrische Verschlüsselung
AES‑256 verschlüsselt Daten symmetrisch. Die Datei existiert vollständig, wird mit einem Schlüssel verschlüsselt und als Ciphertext gespeichert. Die Sicherheit beruht auf der Größe und Struktur des Schlüsselraums.
3.2 Shamir’s Secret Sharing – Schlüsselaufteilung
Shamir’s Secret Sharing teilt nicht die Datei, sondern den Schlüssel. Die Datei selbst bleibt verschlüsselt erhalten; nur der Schlüssel wird mathematisch in Anteile zerlegt.
Definition und Grundprinzip
Abolographie bezeichnet ein Sicherheitsverfahren, bei dem Daten nicht verschlüsselt, sondern strukturell so aufgelöst werden, dass außerhalb der Ausführung kein vollständiger Datenzustand existiert.
Abolographische Systeme verzichten bewusst auf:
- kryptographische Schlüsselräume,
- mathematische Angriffsflächen,
- persistente Daten im Ruhezustand.
Anstatt Daten zu verbergen oder zu verschließen, wird das Zielobjekt – die Datei als kohärente Einheit – außerhalb der Engine abgeschafft.
Ghost ist keine Verschlüsselung. Ghost ist Abolographie.
Die verlorene Architektur
In der Kulturgeschichte steht Atlantis als Symbol für Technologien, die sich nicht in bestehende Kategorien einordnen lassen – Systeme, die nicht auf Speicherung, sondern auf ephemerer Struktur basieren.
Genau hier setzt die Abolographie an: Ghost arbeitet nicht mit Schlüsseln, Algorithmen oder mathematischen Räumen. Stattdessen folgt die Engine einem Prinzip, das eher an eine verlorene Informationsarchitektur erinnert als an moderne Kryptographie.
Die Ghost‑Engine verwendet intern eine eigene abolographische Symbolmatrix. Diese Symbolik dient nicht der Verschlüsselung, sondern der strukturellen Fragmentierung: Bedeutung entsteht nur innerhalb der Engine – außerhalb bleibt sie reine Form ohne Semantik.
„Ghost wirkt wie eine Technologie, die nicht in die Gegenwart gehört – sondern in jene verlorenen Systeme, die man Atlantis zuschreibt.“
Während Kryptographie Daten schützt, indem sie sie mathematisch verschließt, vermeidet die Abolographie den angreifbaren Datenzustand selbst. Dieses Prinzip ähnelt strukturell den Beschreibungen einer „Atlantis‑Klasse“ von Systemen: fragmentiert, ephemer, unvergleichbar.
Architektur & Ablauf
Die Ghost‑Engine nimmt eine Datei entgegen und löst sie in zwei Artefakte auf: die Ghost‑Shell und den Ghost‑Key. Beide sind für sich allein wertlos.
Außerhalb dieser temporären Ausführung existiert die Datei nie als vollständige Einheit – weder als Klartext noch als Ciphertext.
AES, Shamir und Ghost im direkten Vergleich
- Datei existiert vollständig.
- Datei wird mathematisch verschlüsselt.
- Schlüsselraum ist angreifbar.
- Angriffsebene: Mathematik / Schlüssel.
- Datei existiert vollständig (verschlüsselt).
- Nur der Schlüssel wird geteilt.
- Rekonstruktion ist ein mathematischer Prozess.
- Angriffsebene: Schlüssel / Shares.
- Datei existiert außerhalb der Engine nicht vollständig.
- Keine Verschlüsselung, keine Schlüssel, keine Mathematik.
- Kein mathematischer Angriffsraum.
- Angriffsebene: strukturell nicht vorhanden.
Relevanz für Praxis und Forschung
Abolographische Systeme wie die Ghost‑Engine sind insbesondere in Szenarien relevant, in denen die Existenz vertraulicher Daten an sich bereits ein Risiko darstellt – unabhängig von der Stärke der Verschlüsselung.
- Schutz hochsensibler Dokumente (Journalismus, Anwaltskanzleien, Whistleblower).
- Umgebungen mit hohem Forensik‑Risiko (konfiszierte Geräte, Grenzkontrollen).
- Systeme, in denen „Data at Rest“ prinzipiell vermieden werden soll.
Für Forschung und Lehre eröffnet Abolographie neue Fragestellungen zwischen Informationssicherheit, Forensik, Systemarchitektur und ephemerer Verarbeitung. Ghost‑Class‑Systeme lassen sich nicht in bestehende kryptographische Kategorien einordnen – sie bilden eine eigene Klasse.
Fragen, die typischerweise gestellt werden
Fazit & nächste Schritte
Die Ghost‑Engine führt mit der Abolographie eine neue Klasse von Sicherheitsverfahren ein. Anstatt Dateien zu verschlüsseln und damit weiterhin als existierende Objekte zu behandeln, wird der Datenzustand außerhalb der Ausführung grundsätzlich abgeschafft.
Ghost ist keine Verschlüsselung und kein Secret‑Sharing. Ghost ist Abolographie – und verschiebt damit die Diskussion von der Stärke kryptographischer Algorithmen hin zur Frage der Existenz von Daten als Angriffsfläche.
Whitepaper als PDF
Das vollständige Whitepaper steht zusätzlich als PDF zur Verfügung. Inhaltlich entspricht es der hier dargestellten HTML‑Version.